Zu wenig Unterstützung für Obdachlose
EUPEN (700) - Nicht alle Obdachlosen schlafen draußen. Laut der Arbeitsgemeinschaft für Suchtvorbeugung und Lebensbewältigung gibt es aktuell aber in Ostbelgien Defizite bei der Versorgung von Menschen in schwierigen Wohnverhältnissen. Die letzten Zählungen aus dem Jahr 2022 zeigten, dass es in der DG 192 Menschen ohne Wohnung gebe. Oft werde dieses Problem von anderen Krisen für die Betroffenen begleitet. Zum Beispiel Sucht oder Familienstreit.
Zwar gibt es in allen ostbelgischen Kommunen Notunterkünfte und Einrichtungen bei den Öffentlichen Sozialhilfezentren. Diese sind aber oftmals nicht auf Menschen mit intensiven Betreuungsbedarf ausgelegt. Vor allem nachts und am Wochenende. Oft scheitere die Rückkehr in ein geordnetes Leben an banalen Dingen wie der digitalen Kommunikation oder einem fehlenden Bankkonto. Aus Sicht der ASL müsse zuerst immer das Wohnungsproblem gelöst werden. Gefordert werden deshalb mehr Möglichkeiten der Soforthilfe.
Montag, 23.02.26
